Parkour

– Text von Martin Wille –

Parkour ist eine Form der effektiven Fortbewegung im urbanen sowie natürlichen Raum. Dabei werden Hindernisse, einer selbstgewählten Strecke, so effizient wie möglich überwunden. Derjenige, der Parkour betreibt, wird Traceur („der eine Spur legt/ der seinen Weg geht“) genannt. Beim Training steht nicht nur die effiziente Hindernisüberwindung im Vordergrund, sondern auch das repetitive Üben von Techniken sowie das kreative Herangehen an die jeweiligen Gegebenheiten.

Parkour ist bei den meisten als Bewegungsform bekannt, bei der er darum geht, so schnell und effizient wie möglich von einem Punkt A, zu einem selbst gewählten Punkt B zu kommen. Dabei überwindet man urbane Hindernisse, wie Mauern, Geländer etc. oder bewegt sich in der Natur. Diese Bewegungsform, ursprünglich „L‘Art du Déplacement“ (Kunst der Fortbewegung), wurde von einer Gruppe junger Männer geformt. Zu ihnen gehörten anfangs Phung Belle, Châu Belle Dinh, Williams Belle, David Belle, Yann Hnautra, Frederick Hnautra, David Malgoge. In der Folgezeit stießen Sébastien Foucan, David Foucan, Guylain N‘Guba-Boyeke, Malik Diouf, Charles Perriere und Laurent Piemontesi zu ihnen. Nach einigen Jahren entstanden unterschiedliche Meinungsbilder zur Essenz ihres Trainings. So gibt es auch verschiedene Auffassungen zu der Entstehung der Bewegungsform. David Belle gab seiner Auffassung den Begriff „Le Parkour“ und legte den Fokus hauptsächlich auf die Effizienz der Fortbewegung.
Einige Werte verbinden jedoch alle der Begründer. Dazu gehört das Streben nach Verbesserung, um allen Lebenssituationen gewachsen zu sein. Das Training war für sie etwas sehr persönliches. Keiner von ihnen trainierte, um sich mit seinen Fähigkeiten irgendwo zu beweisen oder sie vorzuführen.

Quelle: Angel, Julie (2011): Ciné parkour. A cinematic and theoretical contribution to the understanding of the practice of parkour.